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Googly-eyes Halsband für Halloween
Und wieder einmal kam die schöne alte schwarzen Spitze von meiner Großmutter zum Einsatz (wie auch hier für’s Smiley-Täschchen oder für Mademoiselles Clutch).
In der Modewelt werden die eng anliegenden Halsbänder “Choker” genannt, von “to choke” = würgen. Klingt gruselig! Als Jugendliche, damals waren die “Choker” schon mal groß in Mode, habe ich sie auch sehr gerne getragen. Sie passten wunderbar zu meinem damals bevorzugten Hippie-Look.
Und jetzt zu der Anleitung! So ein Halsband ist wirklich schnell gemacht und gar nicht schwierig.
Für das Halloween-Halsband braucht Ihr:
- etwa 35 cm schwarzer Spitze (alternativ: schwarzer Filz)
- Wackelaugen (“googly eyes“) in verschiedenen Größen
- Kleber
- 2 schmale schwarze Seidenbänder von etwa 20-30 cm Länge (ich habe welche aus einem neuen Pulli herausgeschnitten, Ihr wisst schon, diese Aufhängebänder, die neuerdings in jedem neuen Oberteil zu finden sind)
- schwarzes Garn
- Nähnadel und Schere
- eventuell eine Pinzette (um die Wackelaugen aufzulegen)
Schneidet das Spitzenband passend zu Eurem Halsumfang zurecht. Markiert mit einer Stecknadel die Mitte des Bandes und klebt die Wackelaugen ganz nach Eurem Geschmack auf.
Schlagt die Enden des Spitzenbandes nach links ein und näht sie, zusammen mit dem Seidenband, mit der Hand fest. Fertig!
Unsere Mademoiselle hat fürs Foto schon mal das Schminken für Freitag geübt und freut sich wie Bolle auf Halloween, wenn sie mit Nachdruck sagen kann: “Schau’ mir in die Augen, Kleiner!”.
Happy Halloween!
Rhabarber-Frangipane-Meringue-Tarte
Enn Juni ass et Schluss mat Rubbarb. Deemno elo nach schnell des delikat Taart baken, et ass derwäert.
Na, seid Ihr auch im Fußballfieber? Hier hängt die ganze Truppe vor dem Fernseher und fiebert mit den Fans auf der Tribüne. Die ganze Truppe? Nein, eine fehlt. Ich profitiere von der Ruhe, denn Fußball interessiert mich ungefähr soviel wie wenn ein Fahrrad in Hong Kong umfällt, und schreibe endlich mal den Kuchenpost, der schon ein paar Tage in der Pipeline wartet.
Rhabarber, Frangipane und Meringue sind drei Worte, bei denen mir « pavlovmäßig » das Wasser im Munde zusammenläuft und so habe ich mir neulich diesen Kuchen ausgedacht: Rhabarber auf Mandelcreme (Frangipane), sündhaft getoppt mit Meringue. Leute, legt die Kalorientabelle zur Seite und genießt.
Hier nun das Rezept:
Download: Rhabarber-Frangipane-Meringue-Tarte (klicken und ausdrucken)
Gudden Appetit!
Lasst es euch gutgehen!
Mach' mir ein "Fairtrade"-Bananenbrot!
Vum 18. Abrëll bis zum 1. Mee huet et geheescht « Lëtz’ Step to Fairtrade« . Mat dëser Campagne well Fairtrade Lëtzebuerg drop opmierksam maachen, dass et och hei am Land e grousst Angebot un Fairtrade-Artikelen gëtt, an dat net nëmmen am Liewensmëttelberäich. Eng Lëscht vun deenen Artikelen fannt dir op hirer Säit ënner: « Produktfinder für Verbraucher« .
« The-, lieber The-e-e-o,
komm und hilf mir in meiner Not.
The-, lieber The-e-e-o,
bitte mach mir ein Bananenbrot. »
Diese Zeilen aus dem Bananenbrot-Song von Rolf Zuckowski sind beim Backen des heutigen Kuchens in meinem Kopf Schleife gelaufen. Ich glaube ich büffelte gerade für das Abitur, als der Ohrwurm herauskam. Auch heute noch ist das Bananenlied bei Kindern der absolute Hit und ich durfte ihn mir des öfteren auf unseren Autoreisen zu Gemüte führen, da Mademoiselle und Junior bedingungslose Zuckowski-Fans sind (ok, jetzt nicht mehr, da sind dann doch eher AC/DC beziehungsweise One Direction angesagt).
Nun denn, Song hin oder her, ich wollte immer schon mal ein Bananenbrot backen und als ich die letzten zwei Wochen öfter von der « Lëtz’ Step to Fairtrade 2016« -Sensibilisierungskampagne las, dachte ich, das sei die Gelegenheit, ein « Fairtrade Bananenbrot » zu backen.
Wir kaufen so oft es geht Fairtrade-Produkte und ich freue mich jedesmal, wenn ich ein neues Produkt finde. Vor allem bei den Bananen, bei Kaffee, Tee und Kakao greife ich seit Jahren zu Fairtrade-Produkten, von denen auch viele zudem aus biologischem Anbau kommen. Cool finde ich es, wenn ich Fairtrade-Schnittblumen finde, auch wenn es bisher nur Rosen und Nelken waren.
Mit der Schokolade ist es so eine Sache. Wir mögen alle vier sehr gerne die Schokolade einer belgischen Marke, die jedoch weder ein Fairtrade- noch ein Biolabel trägt. Monsieur Merlanne und ich haben inzwischen wundervolle Fairtrade- bzw. Bioschokoladen gefunden, bei den Kids ist es da etwas schwieriger. Doch Mademoiselle, erschütternde Aufklärungsfilme in der Schule sei dank, ist momentan sehr gut auf das Thema anzusprechen und sensibilisiert, so dass nun, zumindest vorübergehend, die belgische Schokolade keine Chance mehr hat. Na ja, übertrieben streng sein bringt es auch nicht, und so ist ein guter Mix aus Fairtrade-, Bio- und den gängigen Produkten wahrscheinlich die beste Lösung.
So, währenddem ich hier geschrieben habe, ist das Bananenbrot fertig gebacken. Eine gute Tasse Kaffee oder Kakao und ein Stückchen Schokolade (natürlich alles Fairtrade) zum noch ofenwarmen Bananenbrot … mmh, so kann mir das immer noch nervige Aprilwetter draußen nichts mehr anhaben.
Hier das Rezept zum Herunterladen: Fairtrade Bananenbrot
Na, habt Ihr den Ohrwurm jetzt auch im Kopf ? The-e-e-o …
Schönes Wochenende !
Heiße Kürbis-Schokolade
Also bis vor kurzem wäre ich eigentlich nicht auf die Idee gekommen, dass Kürbis und Schokolade zwei sind, die sich gut vertragen. Nun, so kann man sich irren. Da in unserer Abo-Biogemüsekiste in den letzten Wochen immer wieder ein Kürbis zu finden war und meine Leute hier keine großen Kürbisfans sind, habe ich mich auf die Suche nach neuen Rezepten gemacht. Immer wieder begegneten mir Rezepte für eine heiße Kürbis-Schokolade, anscheinend der Hit in den USA (Pumkin Hot Chocolate) und auch in Frankreich ziemlich beliebt.
Das hat mich neugierig gemacht und heute, nachdem sich der Winter mal wieder für kurze Zeit mit Schnee zurückgemeldet hat, habe ich mir gedacht, dass so ein wärmendes Getränk jetzt genau das Richtige wäre.
Der erste Schluck war … eine Offenbarung. Kürbis und Schokolade sind ein Traumpaar. Ich liebe schon sowieso heiße Schokolade und es ist meine erste Wahl, wenn ich mir was Gutes tun will, doch dieses Getränk ist einfach … HIMMLISCH.
Das Rezept ist eigentlich ganz einfach. Das Kürbispüree kann man ruhig an einem anderen Tag vorbereiten und einfrieren. Ich habe mit meinem Lieblingsgewürz “Piment d’Espelette” gewürzt, aber z.B. Kurkuma oder Zimt schmecken auch ganz toll. Wer es vegan haben möchte, ersetzt die Kuhmilch durch Mandel- oder Sojamilch.
So ein Kürbispüree ist schnell gemacht. Schneidet den Kürbis auf, nehmt die Kerne heraus und legt die beiden Hälften mit der Schnittfläche nach unten auf ein Backblech. Nun backt den Kürbis bei 190° C im Ofen, bis er weich ist (mit der Gabel immer wieder mal hineinpieksen). Das kann, je nach Größe und Reifegrad des Kürbisses, von 30 Minuten bis zu 1 1/2 Stunden dauern. Wenn man sieht, dass der Kürbis Saft verliert, ist es ein gutes Zeichen, dass sein Fleisch weich ist. Nun den Kürbis aus dem Ofen nehmen und mit einem Löffel das Fleisch herauslöffeln und mit der Gabel zerstampfen. Kalt werden lassen und eventuell einfrieren, wenn das Püree nicht sofort gebraucht wird. Das Püree kann man z.B. auch als Beilage, gut gewürzt, zu Fleisch reichen.
Zutaten für 2 Tassen heiße Schokolade:
5 Teelöffel Kakaopulver
7 Teelöffel Zucker
400 ml Milch
6 Esslöffel Kürbispüree
25 g schwarze Schokolade (geraspelt)
eine Messerspitze Piment d’Espelette
3 Tropfen Vanilleextrakt
Mischt zuerst in einer Kasserolle den Kakao und den Zucker. Gebt nach und nach, unter Rühren (mit dem Schneebesen), die Milch dazu, bis der Kakao sich aufgelöst hat. Dann gebt Ihr das Kürbispüree und die geraspelte schwarze Schokolade hinzu und lasst das Ganze unter Rühren auf mittlerer Flamme kochen. Wer möchte, kann das Getränk zusätzlich mixen, das habe ich aber nicht gemacht. Zum Schluss noch würzen und mit ein paar Tropfen Vanilleextrakt aromatisieren, in die Tassen füllen und … genießen.
Was haltet Ihr von diesem Programmvorschlag fürs Wochenende: ein langer Spaziergang durch den Wald, frische Luft tanken und die Natur genießen, danach sich aufs Sofa zurückziehen, mit einem guten Buch und einer Tasse dampfender heißer Schokolade mit Kürbispüree? Klingt doch nicht schlecht, oder?
In diesem Sinne Euch allen einen genussvollen Start in die Woche!
Claudine
D'Maus Kätti
Die Geschichte der Maus Kätti gehört zum Luxemburger Kulturerbe, wie der “Kachkéis” oder die “Echternacher Springprozession“. Ich glaube, auch heute noch kommt kein Luxemburger Schulkind an der Geschichte der Landmaus Kätti vorbei, die dachte, das Leben auf dem Lande mit dem glamourösen Leben der Stadt austauschen zu müssen. Doch nach all den turbulenten Abenteuern in der Stadt kehrt sie schnellstens zurück auf ihr Feld, wo es sich gemütlich leben lässt und es an nichts fehlt. Die Moral der Geschichte (basierend auf einer Fabel vom griechischen Dichter Äsop) lautet demnach, dass man eigentlich oft nicht weiß, wie gut man es hat und dass Weniger oft Mehr ist. Ich wage mal zu behaupten, dass diese Erkenntnis heute aktueller ist denn je.
Die Geschichte in Gedichtform aus dem Jahre 1936 ist wohl das bekannteste Werk des Luxemburger Schriftstellers Auguste Liesch (1874 – 1949). Meine liebe Großmutter konnte die Geschichte fast vollständig auswendig vortragen. Wenn wir Schwestern bei ihr übernachteten, kuschelte sie sich zu uns unter die kühlen Leinenlaken des großen Bettes und erzählte uns von den Abenteuern der Maus Kätti. Das war immer ein schöner Moment, an den ich gerne zurückdenke. Leider kenne ich aber nur noch die erste Strophe auswendig und musste meinen Kindern die Geschichte aus dem Buch vorlesen.
Und weil die beiden Mäuse, die Landmaus Kätti und ihre Kusine, die Stadtmaus Mim, mir so an Herz gewachsen sind, habe ich meine Version der beiden genäht. Zusammen mit dem Buch kann ich damit einer lieben “kleinen Maus” bestimmt eine Freude machen.
Gefüllt habe ich die Mäusedamen übrigens mit Reis. Man kann aber auch getrocknete Bohnen nehmen oder Kirschkerne (obwohl ich mich frage, ob die nicht zu groß sind).
Das Nähen der Maus ist eigentlich recht einfach. “Eigentlich” schreibe ich, da das Nähen der Ecken und Kurven doch etwas Fingerspitzengefühl erfordert; eine gute Übung ist es auf jeden Fall und perfekt zum “Herunterkommen” nach einem hektischen Tag.
Den Schnitt der Maus findet Ihr hier: “Maus Kätti” (Nahtzugaben inklusive!).
Material:
Stoffreste (hier: gemusterte Baumwolle und Feincord aus alter Hose)
2 Knöpfe für die Augen, passendes Nähgarn, 250 g Reis zum Füllen.
Schneidet die Stoffteile aus: 1x Körper in Cord, 1x Körper in Musterstoff, 2x Ohren in Cord, 2x Ohren in Musterstoff (spiegelverkehrt!), 1 Streifen von 24 x 4,5 cm im Musterstoff für den Schwanz.
Als Erstes näht Ihr den Körper zusammen. Dafür die Körperteile rechts auf rechts legen und mit ca. 0,5 cm Nahtzugabe zusammensteppen. Dabei am besten die Geschwindigkeit der Nähmaschine auf Minimum stellen, die Nähnadel so einstellen, dass sie, wenn Ihr stoppt, im Stoff versenkt ist und den Mauskörper schön gemütlich rundherum zusammennähen. Für die Füllung und den Schwanz zwischen den Hinterpfoten eine 1,5 cm große Öffnung lassen.
So, nun müsst Ihr, damit die Rundungen und Ecken beim Wenden auch richtig hübsch aussehen, dieselben so wie auf dem Bild ab- bzw. einschneiden. Dabei ganz vorsichtig sein, damit Ihr keine Naht durchtrennt.
Jetzt geht’s ans Füllen. 250 g Reis habe ich mit Hilfe eines Trichters eingefüllt. Dazwischen habe ich die Öffnung immer mal wieder mit Stecknadeln geschlossen und die Maus aufrecht gesetzt, um zu sehen, ob das gut aussieht. Der Körper darf nicht zu prall gefüllt werden, sonst bleibt die Maus nicht mehr sitzen.
Für den Schwanz den Streifen an den langen Seiten und an einer kurzen Seite um etwa 0,5 cm einschlagen und die Umschläge festbügeln. Dann den Streifen noch einmal zur Hälfte falten, festbügeln und zusammensteppen. Das Mäuseschwänzchen in den Rumpf schieben und mit einer Naht feststeppen.
Die Ohren rechts auf rechts legen und zusammensteppen. Die schmale Kante umlegen, eine Falte legen und die Ohren per Hand an den Kopf nähen.
Zuletzt näht Ihr nur noch die Knopfaugen an und fertig ist Maus Kätti.
Viel Spaß beim Nachnähen!
Und so geht die Geschichte zu Ende:
“Zufriedenheit, das schönste Kleid!
Da’s méi wéi Kuch a Bond;
hei kënnt der Dag, nu gëtt et Zäit.
Äddi, spuer dech gesond!”
An d’Kätti ass d’Fra Mätti ginn,
s’hu sech en Haus gebaut,
a wa se net gestuerwe sinn,
da liewe se nach haut.”
"Dräikinnekskuch" der etwas anderen Art
Morgen ist ja Dreikönigstag und wenn auch nicht schulfrei ist, so ist dieser Tag für die Kinder Luxemburgs ein wichtiger Feiertag. Wie die Franzosen feiern wir ja bekanntlich die “Heiligen-Drei-Könige” mit einem speziellen “Dräikinnekskuch“, in Frankreich “galette des rois” genannt. Es ist dies ein Kuchen mit Mandelcreme, in dem eine “Bohne” (meistens eine Porzellanfigur) versteckt ist. Wer beim Frühstück die Figur findet, darf die Papierkrone aufsetzen und den ganzen Tag “regieren”. In der Schweiz gibt es den Brauch auch, der Dreikönigskuchen ist dort jedoch aus Hefegebäck und hat eine andere Form.
Natürlich werde ich morgen früh den traditionellen süssen Kuchen auftischen, doch es geht auch “salzig”. Hinein in diesen Kuchen kommen zwei meiner Lieblingszutaten: Spinat und Ziegenkäse. Eigentlich handelt es sich bei diesem Rezept um eine etwas verfeinerte Spinat-Ziegenkäse-Quiche, nur eben mit Deckel und dem klassischen Dreikönigskuchenmuster.
Für den “etwas anderen” Dreikönigskuchen braucht Ihr folgende Zutaten:
2 tiefgefrorene Blätterteigrollen
ca. 100 g kleine Spinatblätter
200 g Ziegenkäse
50 g Korinthen (Rosinen)
30 g Mandelblättchen
2 Esslöffel Porto (Portwein)
1 Eigelb
Salz und Pfeffer
Als ersten legt Ihr die Rosinen in zwei Esslöffel Porto und 2 Esslöffel kochendes Wasser ein und lasst sie etwas “marinieren”. Nachdem Ihr die Spinatblätter gewaschen, ihre Stiele abgezupft und die Mandelblättchen in einer Pfanne geröstet habt, gießt Ihr die Rosinen ab.
Nun werden die Rosinen und der Ziegenkäse vermengt, gesalzen und gepfeffert.
Aus den Blätterteigrollen schneidet Ihr zwei Kreise in der gewünschten Größe. Einen Teigkreis legt Ihr auf das mit Backpapier belegte Backblech. Darauf kommen der Spinat und die Ziegenkäsemischung. Achtung: den Rand der Teigplatte freilassen. Zum Schluss noch die gerösteten Mandelblättchen und natürliche eine “Bohne” zufügen.
In einer kleinen Schüssel mischt Ihr das Eigelb mit etwas Wasser und bestreicht damit den Rand der Teigplatte. Jetzt braucht Ihr nur noch die zweite Teigplatte darüber zu legen. Die Ränder gut andrücken und mit einem Messer das typische Dreikönigskuchenmuster einritzen. Den Rand habe ich noch mit dem Rücken eines Teelöffels rundherum etwas eingedrückt. Zum Schluss mit dem Backpinsel den ganzen Deckel mit dem Rest Eigelb bestreichen.
Den “salzigen” Dreikönigskuchen etwa 20 Minuten im auf 200°C (Heißluft) Ofen goldbraun backen, etwas abkühlen lassen und dann warm oder kalt geniessen.
Ich sage Euch, die “Dreikönigsquiche” ist ein Leckerli und eignet sich wunderbar, in Begleitung eines knackigen Salates, als Mittags- oder Abendessen.
Gudden Appetit!
Ein Rezept des « echten » Dreikönigskuchen mit Mandelcreme findet Ihr bei « merlanne« .
Geschickt verpackt!
Bald ist Weihnachten! Hier stapeln sich so langsam die Geschenke und warten nur noch darauf, schön verpackt zu werden. Da wir alle schrecklich gerne basteln und individuell verpackte Geschenke über alles lieben, werden jedes Jahr die Geschenke kreativ eingehüllt.
Ein paar Ideen habe ich heute für Euch zusammengesucht:
Packpapier ist mein Lieblingspapier, wenn es um Geschenke einpacken geht. Hier habe ich das Papier mit kleinen Päckchen und Weihnachtskugeln aus Masking Tape verschönert. Einfach das Masking Tape zurechtschneiden, aufkleben und kleine Schlaufen usw. wie auf dem Bild mit einem schwarzen Stift aufmalen. Sieht doch richtig niedlich aus, oder?
Ebenfalls mit Packpapier habe ich diese Geschenke eingewickelt. Hier wurden Comicbilder aus Titin und Asterix aufgeklebt und alles mit einem Wollfaden umbunden. Die Geschenkanhänger aus Karton (leere Packungen!) bekamen auch ein Comicbild. Kommt bei Kindern richtig gut an!
Wer kleine Kinder hat, der hat sicherlich auch noch Moosgummireste im Haus. Bunte kleine und große Moosgummipunkte peppen auf eine lustige Art und Weise einfarbiges Geschenkpapier auf.
Etwas mehr Arbeit machen diese aufgepimpten Papiergeschenktüten. Wie Ihr auf dem Bild sehen könnt, habe ich einen Schriftzug und eine Tanne ausgeschnitten und mit Transparentpapier hinterlegt. Noch etwas Masking Tape oder ein schönes Band an den unteren Rand kleben und schon kommen die Tüten richtig weihnachtlich daher.
Zu guter Letzt noch ein paar Inspirationen für originelle Geschenkanhänger mit Motiven aus Knöpfen und Filzresten. Eine richtig lustige Bastelei an der Kinder großen Spaß haben!
Na, seid Ihr auf den Geschmack gekommen? Dann viel Spaß beim Werkeln und Frohe Feiertage!
Boxemännercher
Was wäre Nikolaustag ohne “Boxemännercher“? In Luxemburg werden am 6. Dezember die Kinder vom heiligen Nikolaus reich beschenkt. Am Abend davor werden die leeren “Teller” aufgestellt mit der Hoffnung, dass am darauffolgenden Morgen der Nikolaus nicht vergessen hat vorbeizukommen und seine Geschenke abzulegen. Und wehe, es fehlt das “Boxemännchen“!
Die Hefemännchen, deren Name frei übersetzt “Männchen mit Hose” heisst (woher dieser Name stammt, ist mir ein Rätsel), erfreut seit Generationen die Kinder Luxemburgs. Und ehrlich gesagt, nicht nur die Kinder. Ich komme nicht darum herum, in den Monaten November und Dezember den einen oder anderen “Boxmännchen” zu verspeisen, am liebsten aufgeschnitten mit Butter bestrichen. Ach, da kommen bei jedem Bissen Kindheitserinnerungen auf!
Gestern wollte mein Backspezialist « Junior » mal wieder Hand an den Teig legen und fragte, ob man nicht auch “Boxemännercher” selber backen kann. Sicher kann man das, alles kann man selber backen, habe ich ihm erklärt und wir haben unsere Koch- und Backbücher nach einem passenden Rezept durchstöbert.
In Maischi Tibesart’s Buch “Die Luxemburger Küche heute” sind wir fündig geworden. Junior hat mich aus der Küche gescheucht und los ging’s.
Hier nun das Rezept:
Zutaten:
500 g Mehl
20 g Hefe
2 EL Zucker
250 ml lauwarme Milch
10 g Salz
2 Eier
100 g Butter
1/2 Tasse Puderzucker für den Zuckerguss
Als erstes gebt Ihr das Mehl in die Backschüssel, drückt in die Mitte eine Mulde, in die Ihr die Hefe hineinbrökelt sowie 1 EL Zucker und etwas lauwarme Milch. Das rührt Ihr dann mit etwas Mehl zu einem glatten Vorteig und lasst diesen mit einem Küchentuch zugedeckt 15 Minuten gehen (da hat Junior mich dann doch zu Rate gezogen, denn das mit dem Hefe “gehen lassen” kannte er noch nicht).
Als nächstes werden das Ei, der restliche Zucker, das Salz, die restliche Milch und die Butter hinzugefügt und alles gut vermischt und geknetet (Juniors Lieblingsmoment: Teig mit den Händen kneten). Wieder zugedeckt etwa 20 Minuten gehen lassen.
Danach den Teig nochmals gut durchkneten, kleine Portionen abtrennen und zu flachen “Würsten” formen. Die legt Ihr dann auf das mit Backpapier belegte Backblech, klopft sie etwas flach und formt die Kuchenmännchen. Das geht am besten so: mit einem Messer wird erst unten in der Mitte ein senkrechter Schnitt gemacht. Das sind die Hosenbeine, die etwas auseinandergezogen und schön geformt werden. Dann macht Ihr etwas höher auf beiden Seiten diagonale Schnitte für die Arme. Arme etwas vom Körper ziehen und schön formen. Über den Armen auch nochmals beidseitig diagonal einschneiden und mit dem Teig darüber den Kopf formen. Danach mit dem aufgeschlagenen Ei bepinseln.
Jetzt könnt Ihr noch mit Schokostückchen oder Rosinen Augen und Knöpfe eindrücken und ab in den auf 180 bis 200 Grad vorgeheizten Ofen damit und etwa 30 Minuten backen. Riecht Ihr schon den Duft?
Die Kuchenmännchen sind nochmal so gut, wenn man sie zum Schluss mit Zuckerguss bestreicht. Dazu 1/2 Tasse Puderzucker in etwas Wasser auflösen und das fertige Gebäck bepinseln.
Gudden Appetit!
Junior meinte, sie seien richtig gut, doch die beim Bäcker schmeckten anders. Das ist gut möglich, werden die meisten angebotenen Kuchenmännchen auch gerne aus Briocheteig gemacht. Das werden wir dann nächstes Jahr ausprobieren. Und so schlecht konnten sie auch nicht sein, den anscheinend gab es viele die in sein heutiges “Pausen”-Männchen beissen wollten.
Übrigens, weitere Kreationen von Backmeister Junior gibt es hier zu bewundern (Klick auf die Titel):
I-Pod Armbinde für coole Kids
Mat dësem prakteschem Aarmband kann den Merlanne junior elo iwwerall Musek lauschteren a behält seng Hänn ëmmer fräi. “Krass” … wor säi Kommentar.
Wenn ich eine Liste machen müsste auf der steht, was ich alles noch basteln, nähen, backen und bloggen will, ich glaube die Liste könnte einmal um die Erde gewickelt werden. Und wenn ich dann mal Zeit habe, eines meiner Projekte in Angriff zu nehmen, steht da so ein kleiner (pardon: großer) Herr und möchte, dass ich ihm eine Armbinde nähe, damit er nicht immer sein “Taschengerät zur Wiedergabe von Musik” (ja so steht es im Duden) in den Händen halten oder in die Tasche stecken muss.
Nun, sein Wunsch sei mir Befehl, doch anstatt ihm eine Armbinde zu nähen, habe ich ihm eine gestrickt. Die Wolle hat er sich selber ausgesucht, das Muster durfte ich bestimmen.
Auf dem Bild könnt Ihr sehen, dass das Stricken der Binde eigentlich keine Hexerei ist und schnell geht es allemal.
Für die Binde habe ich ein dickes graues Garn genommen (50% Acryl, 30% Schurwolle,20% Alpaka) und mit Nadeln Nr. 6 gestrickt.
Als Erstes bestimmt Ihr den Armumfang des zukünftigen Besitzers und rechnet dann, gemäss der benutzten Wolle, wie viele Maschen Ihr für die Binde aufnehmen müsst.
Bei meinem Modell waren es 47 Maschen. Zuerst habe ich 2 cm im Bündchenmuster mit verschränkten Maschen gestrickt d.h. Hinr. Randm. * 1 M re verschränkt, 1 M li * Randm. / Rückr. Randm. * 1 M re, 1 M li verschränkt * Randm.
Danach werden 10 cm glatt rechts gestrickt um dann die Binde wieder mit 2 cm Bündchenmuster wie oben abzuschliessen.
Die kleine orange Tasche (100% Schurwolle, Nadeln Nr. 4) wurde im Perlmuster gestrickt d.h. Hinr. Randm. * 1 M re, 1 M li * Randm. / Rückr. * 1 M li, 1 M re * Randm.. Dafür habe ich 26 M angeschlagen und 33 Reihen gearbeitet.
Jetzt braucht Ihr nur noch die Binde zusammenzunähen und die Tasche auf die Binde zu nähen. Fertig!
Die Bilder haben wir im Skate Park in Hollerich gemacht. Die ganzen Gebäude sind über und über mit Graffiti bemalt, eines schöner als das andere. Ich bin ein großer Fan von Street Art und finde, dass es hier ein paar richtige Kunstwerke gibt.
Während meiner Grundschulzeit haben wir in diesem Stadtteil gewohnt und damals beherbergten die Gebäude noch das städtische Schlachthaus. Die Schule befand sich gegenüber und ich kann mich noch ganz gut daran erinnern, wenn am Morgen die Tiere in den Schlachthof geführt wurden und so manches Rind oder Schwein ausgebüxt ist. Da konnte der Lehrer noch so interessante Sachen an der Tafel erzählen, wir standen alle am Fenster und haben dem hektischen Treiben gegenüber zugeschaut.
Heute wird dort kein Tier mehr geschlachtet, sondern ganz friedlich und vegan gesprayt und geskatet.
Ach ja, bevor ich es vergesse, beim Skaten tut Merlanne junior sein “Taschengerät zur Wiedergabe von Musik” (ich liebe diese Bezeichnung – smile) dann doch besser in die Hosentasche, denn bei soviel Bewegung bleibt es nicht lange in der orangen Tasche stecken. Das nächste Mal nähe ich noch einen Knopf an.
Ich wünsche Euch allen eine bunte Woche!
Schnelle Halloween Deko: Kürbisse bemalen
Richtig gefreut habe ich mich, als Frédérique vor ein paar Tagen gefragt hat, ob ich mit ins Boot der « FredkeAndFriends » einsteigen möchte. Mit Begeisterung habe ich die Einladung angenommen, denn die Lebenslust dieses tollen Blogs hat mich schon seit längerem angesteckt. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen und hoffe, den einen oder anderen inspirieren zu können.
Da Allerheiligen vor der Tür steht und die « Kalbassen » auch hierzulande im Herbst als Dekoration nicht mehr wegzudenken sind, zeige ich Euch heute eine schnelle DIY-Idee für’s Wochenende.
Letztes Jahr hatte ich diese Dekorationsidee auf meinem Blog « merlanne » vorgestellt. Die Kinder und ich hatten damals die orangen “Dickschädel” nicht ausgehöhlt und geschnitzt, sondern bemalt oder besser gesagt, bestempelt.
Außer etwas Zeit und Fingerspitzengefühl braucht es hierfür nicht viel:
Als Schablone dienten einfache Papierspitzendeckchen, die ich auseinander geschnitten und auf den Kürbis an den gewünschten Stellen aufgeklebt habe. Dann Farbe auf den Schablonierpinsel geben und auf die Schablone tupfen. Die Stiele wurden ebenfalls golden angemalt; ich finde das sieht richtig edel aus und ergibt eine herrliche Tischdekoration.
Die Kürbissfrucht ist botanisch gesehen eine Beere oder genauer gesagt eine Panzerbeeren, da ihre Außenschicht hart ist. Würde man so auf Anhieb nicht sagen, oder?
Nach altem Volksglauben muss man beim Aussähen von Kürbissen wie gedruckt lügen, damit man richtig große Exemplare ernten kann. Also, dann wisst Ihr Bescheid :-).
Und so vergolden die Kürbisse nun, im wahrsten Sinne der Wortes, die trüben Herbsttage.
Viel Spaß beim Basteln!




















































